Nachdem die EU ihren Segen gegeben hat, steht der Entwicklung einer internetbasierte Wissensinfrastruktur nichts mehr im Wege.
“Das THESEUS-Konsortium begrüßt die Entscheidung der EU-Kommission, die öffentliche Förderung des Forschungsprogramms THESEUS durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) zu genehmigen. Das Programm hat eine Laufzeit von fünf Jahren und wird vom BMWi mit ca. 90 Mio. Euro gefördert. Die für Forschung und Entwicklung zur Verfügung stehenden Mittel verteilen sich je zur Hälfte auf Wissenschaft und Wirtschaft. Zusätzliche 90 Mio. Euro werden als Eigenmittel der beteiligten Partner aus Industrie und Forschung aufgebracht, so dass insgesamt rd. 180 Mio. Euro in die zukunftweisenden Forschungsarbeiten fliessen.”
Ursprünglich geht Theseus aus einer deutsch französischen Kooperation namens Quaero hervor, die dazu gedacht war eine Suchtechnologie zu entwickeln, die sich auf die Anwendung semantischer Verfahren konzentriert. Allerdings kam es wohl zu Unstimmigkeiten zwischen den Projektpartner im Bezug auf die Ausrichtung und man beschloss 2006 sich zu trennen.
Frankreich wird aus Angst vor einem dominanten englischsprachigen Web weiter an einer Alternative zu Google basteln, obwohl sie da schon recht spät dran sind und die Erfolgschancen bei diesem politisch motivierten Projekt durchaus fraglich sind. Auch wenn ich bei Theseus ähnlich skeptisch bin was die Resultate angeht, halte ich es für besser, sich auf die Grundlagenforschung zu konzentrieren, ohne ein konkretes Anwendungsszenario vorzugeben.


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